Weintrauben

Weintrauben – Cäsars Muntermacher

 

Ist sie nicht ein verlockender Anblick, so eine prallreife Weintraube mit ihren leuchtenden, einzelnen Beeren, die zum Abzupfen und Reinbeißen verlocken? Nicht ohne Grund wurden schon zur Römerzeit die Adeligen und vor allem die Cäsaren gerne gemalt mit griffbereiten Weintrauben in der Nähe.

 

Dabei bestehen die Trauben hauptsächlich aus Wasser. Aus Saft also, der sich hervorragend zu Wein verarbeiten lässt. Sie bieten aber auch Vitamin B6 und Folsäure. Ersteres braucht der Körper für den Eiweißstoffwechsel, Letzteres für die Blutbildung. Auch enthalten Weintrauben als sekundären Pflanzenstoff Ellagsäure. In der Haut der Trauben und im Kern befindet sich der antioxidativ wirkende Pflanzenstoff OPC.

 

Sie enthalten Fruchtsäuren (vor allem Wein- und Apfelsäure) und relativ viel Fruchtzucker. Mit 67 Kilokalorien auf 100 Gramm bewegt sich der Brennwert im mittleren Bereich.

 

Lassen Sie los …!

 

Pro Tag bis zu zwei Kilogramm Weintrauben und dazu viel Flüssigkeit (Wasser oder Früchte- und Kräutertee) – und Sie machen die perfekte Entschlackungskur. Das enthaltene Kalium (192 Milligramm auf 100 Gramm) reguliert den Wasserhaushalt und sorgt dafür, dass überschüssige Flüssigkeit ausgeschieden wird. Die Fruchtsäure hilft, Schlacken abzubauen.

 

Die reichlich vorhandenen Ballaststoffe in Schalen und Kernen „putzen“ Magen und Darm. Sie stärken damit übrigens auch das Immunsystem.

 

OPC (oligomere Procyanidine; in Haut und Kernen) und Resveratrol (in der Haut) machen die Weintrauben dann restlos gesund: Sie fördern die Durchblutung, beugen Kreislauferkrankungen vor, verlangsamen den Alterungsprozess der Haut, regen das Gehirn an und bekämpfen ganz engagiert die freien Radikale und damit vielleicht entstehende Krebszellen. Als hochwirksam gelten Traubenkern-Präparate.

Greifen Sie zu den Roten

 

Es ist nicht nur Geschmackssache, ob sich der Griff zu roten oder weißen Trauben empfiehlt. Denn die beiden Arten unterscheiden sich im Detail doch ein wenig in der Zusammensetzung. Hier lohnt sich also der genauere Blick. Rote und dunkle Früchte schützen ihre Haut mit besonders vielen Flavonolen. In der Haut der Weintrauben befinden sich reichlich Antioxidantien, welche unsere Zellen vor freien Radikalen schützen. Mit anderen Worten: Sie helfen dabei, einer Krebserkrankung vorzubeugen.

 

Darüber hinaus enthalten sie Tannine. Ideal, um das Herz zu schonen und es zu unterstützen. Gleichzeitig wirken sie gefäßerweiternd und verhindern somit Ablagerungen in den Arterien (Arteriosklerose) auf ganz natürliche Weise. Wie oben schon beschrieben vermeiden die roten Weintrauben durch ihre reichlich vorhandenen Ballaststoffe Verstopfungen. Roter Traubensaft (der unvergorene!) regt zudem die Verdauung an, was den Magen schont. Die roten Trauben gelten also insgesamt als hervorragendes Mittel, Blut und Organe zu reinigen. Zudem wird ihnen eine antibakterielle Wirkung sowie Viren-Abwehr nachgesagt.

 

Nicht zu vergessen ist die Folsäure: Es gibt Ärzte und Ernährungswissenschaftler, die (wie die Mütter der früheren Generationen) schwangeren Frauen während der ersten Monate der Schwangerschaft raten, rote Trauben zu essen. So werde die Zellteilung intensiviert. Apropos: Die bekannte und seit einigen Jahren wieder hoch geschätzte Hildegard von Bingen empfahl rote Trauben gerade auch Frauen während der Menstruation oder bei Menstruationsproblemen.

 

Greifen Sie zu den Weißen

 

Weiße Weintrauben enthalten unter anderem weniger Zucker als die roten. Sie bieten sich deshalb auch besser für Diäten und Entschlackungsphasen an. Sie sind perfekte Stimulanzien für Nieren, Leber und Darm.
Sie enthalten 0,5 Milligramm Eisen (auf 100 Gramm), welches bei der Bildung von neuem Gewebe hilft und die Produktion roter Blutkörperchen anregt. Mit Vitamin B1 (0,05 Milligramm) halten sie unter anderem auch die Knochen gesund.

 

In der Küche

 

… lassen sich Weintrauben vielfältig verwenden. Sie passen in den Salat, ins Müsli oder püriert in den fruchtigen Smoothie. Eine besonders tolle Idee: Weintrauben, Birne und Radicchio mit einer Messerspitze Curry pürieren und mixen und je nach Geschmack mit etwas Wasser verdünnen. Lecker, ungewöhnlich und vielfach hilfreich. Als regelrechtes „Brain Food“ gilt die getrocknete Variante der Weintrauben, die Rosine. Sie sollte aufgrund ihres hohen Zuckergehaltes allerdings nur in Maßen genossen werden.