OPC

OPC – Die heilende Kraft von Traubenkernextrakt

 

Um gesünder zu leben, um den eigenen Körper zu hegen und zu pflegen, braucht es nicht unbedingt irgendwelche Super-Samen aus irgendeinem Winkel der Erde. Oft liegt auch hier das Gute nahe, man muss nur bereit sein, von der Natur zu lernen, sich auf die Kraft der Natur zurückzubesinnen. Und dabei auf das Wissen von Jahrhunderten oder Jahrtausenden aufzubauen.

 

Ein Beispiel dafür ist OPC. Die Abkürzung steht für den Zungenbrecher „Oligomere Proanthocyanidine“. Dieser Stoff wird nicht in Chemielaboren geheimnisvoll konstruiert, nein er kommt direkt aus der Natur: In vielen Pflanzen wird er nämlich als eine Art „Rostschutzmittel“ eingesetzt. Genau diese Funktion kann OPC auch im menschlichen Körper übernehmen. Das wussten schon die nordamerikanischen Ur-Einwohner.

 

Seit wann kennt man das OPC?

 

Ein Ausflug in die Historie …
Jack Cartier und seine Mannschaft landeten im Winter 1534/35 bei ihrer Amerika-Expedition in der St.-Lorenz-Bucht, wurden dort vom Wintereinbruch überrascht. Der französische Entdecker musste zusehen, wie seine Leute krank wurden, ja starben. Die Anzeichen: die Zähne fielen aus und die Beine schwollen an. Hilfe kam von den Indianern: Sie verabreichten einen Sud aus der Rinde und den Nadeln des Anneda-Baumes.

 

Die indianische Medizin half: Der „Skorbut“ (das war die Krankheit der Matrosen) wurde bekämpft. Heute wissen wir: Aus den Nadeln kam Vitamin C, aus der Rinde aber OPC. Über 400 Jahre später gelang es Jacques Masquelier, Pharmakologe und Professor aus Bordeaux, diesen Wunderstoff auch aus Traubenkernen zu extrahieren.

 

Wie schützt OPC?

 

Da, wo die Pflanze besonders gefährdet ist, wo die enthaltenen Öle vor dem Zerfall durch Oxidation besonders geschützt werden müssen, setzt die Natur so genannte „Flavonole“ ein. Sie werden gerne als „Pflanzenfarbstoffe“ bezeichnet. „Viele Flavonoide liegen als Oligomere, so genannte Proanthocyanidine, vor. Proanthocyanidine sind die am häufigsten vorkommenden Polyphenole in der Nahrung“, schreibt die „Deutsche Gesellschaft für Ernährung“.

 

OPC – Ein natürliches Rostschutzmittel für den Menschen

 

Besonders geschützt werden müssen aus Sicht der Natur logischerweise die Haut und der Samen der Pflanze. Immerhin geht es da um nichts weniger als um den Fortbestand der Art. Beispiel Weintraube: Die Früchte sind von Fäulnis bedroht. Dann würde den Samenkernen die notwendige Zeit zum Reifen fehlen. Also findet sich gerade in Haut und Samen das OPC, das Oxidation (= Rosten) verhindern soll. Dieses „Rostschutzmittel“ aber lässt sich auch vom und für den Menschen einsetzen…

 

Wie schützt OPC unseren Körper?

 

Auch in unserem Körper gibt es „Angreifer“: Die freien Radikale sind immer auf der Jagd nach einem zusätzliche Elektron. Damit leiten sie den Oxidationsprozess ein, den man gerne auch als das „Rosten des Körpers“ bezeichnet. Dieser Alterungsprozess betrifft die Haut (die erschlafft), die Adern (die weniger geschmeidig werden) und vieles mehr. Wichtig: die freien Radikale gelten auch als eine der Ursachen für das Entstehen von Krebszellen.

 

OPC bekämpft freie Radikale

 

Je nach Lebensstil nimmt die Zahl der freien Radikale zu. Ernährung, Rauchen, Alkohol, Chemikalien, Elektrosmog und auch Stress können hier die Ursache sein. Deshalb setzt die Medizin auf Antioxidantien, eben Stoffe, die diese freien Radikale „einfangen“ und unschädlich machen. Ein „Radikale-Killer“ ist das OPC, das ja schon in den Weintrauben für Schutz und Sicherheit sorgt. Übrigens kann man „oligomere Proanthocyanidine“ auch aus anderen Naturprodukten gewinnen: aus den roten Häutchen rund um das Innere der Erdnuss zum Beispiel. Auch aus bestimmten Teilen der Pinien oder aus der Schale der Äpfel.

 

Besonders naheliegend sind aber natürlich die Traubenkerne, die nun einmal in allen Weinbauregionen als „Nebenprodukt“ anfallen. Apropos Wein: Gerade im Rotwein findet sich OPC. Der wird zumeist mit Schale und Kernen vergoren, so dass das OPC ausgewaschen wird. Da der Weißwein dagegen meistens direkt von den „Rappen“ getrennt wird, enthält dieser kaum OPC. Allerdings müsste man am Tag rund zweieinhalb Flaschen Rotwein trinken, um auf eine nennenswerte Dosis zu kommen. Da ist die Supplementierung in Kapselform natürlich deutlich gesünder und sinnvoller.

 

OPC und das Herz-Kreislauf-System

 

Viele Gesundheitsprobleme können auf die besagten freien Radikale zurückgeführt werden: Diabetes, Bluthochdruck und Kreislaufprobleme werden hier in der Medizin genannt. Faserproteine sorgen nämlich für die Geschmeidigkeit der Adern. Diese verlieren nach dem „Beschuss“ durch freie Radikale Stabilität und Elastizität. Sie funktionieren nicht mehr und werden deshalb vom Körper abgebaut. Die Adern werden alt und brüchig – so wie ein Gartenschlauch, der zu lange ungeschützt Wind und Wetter ausgesetzt war.

 

Dass dann das Blut nicht mehr gut hindurchfließen und dadurch nicht so gut durch den Körper gepumpt werden kann, liegt auf der Hand. Der Körper reagiert mit Bluthochdruck; das Herz muss auf Hochtouren laufen. Diverse repräsentative Studien unterstreichen die Wirkung gegen zahlreiche Krankheiten. OPC schützt die Faserproteine und macht die Adern wieder geschmeidiger. Das Blut hat wieder freie Bahn; der Körper muss weniger Cholesterin als Schmiermittel ausschütten. Ergo: OPC hilft auch den Cholesterinspiegel zu senken. Das machen zumindest zwei Studien deutlich.

 

Logischerweise hilft OPC auch bei Krampfadern, Venenschwäche und geschwollenen Beinen. Schon unsere Großmütter wussten um die hilfreiche Wirkung von rotem Weinlaub. Inzwischen gibt es auch repräsentative Studien, die dies unterstreichen. Und eine Doppelblind-Studie (placebokontrolliert) hat erwiesen, dass durch OPC auch Wasseransammlungen im Gewebe abgebaut werden können.

OPC und eine gesunde Haut

 

Kommen wir noch einmal zurück zu den Faserproteinen. Davon gibt es im menschlichen Körper zwei Arten: Kollagen und Elastin. Beide Stoffe liegen zwischen den Hautzellen, machen die Haut straff und elastisch. So lange jedenfalls, bis die freien Radikale zum Zuge kommen. OPC jedoch reagiert zum Beispiel mit dem Kollagen, das instabil gemacht wurde. „Materiallücken“ werden geschlossen; die Haut bekommt ihre Spannkraft zurück. Doch mit einer „Verjüngungskur“ allein ist das segensreiche Wirken des OPC nicht ausreichend beschrieben.

 

Winzige Blutgefäße in der Haut versorgen jede Zelle mit Sauerstoff und allen wichtigen Nährstoffen. Sie bestehen zum Teil auch aus den Faserproteinen und werden ihrerseits von den Fibroplasten täglich neu gebildet. Geht der Anteil des Kollagen und Elastin in der Haut durch den „Radikale-Beschuss“ zurück, bilden sich auch die winzigen Blutgefäße zurück. Das führt wiederum dazu, dass auch die Fibroplasten ihre Arbeit einstellen. Der Alterungsprozess der Haut schreitet fort. So lange jedenfalls, bis die Zahl der freien Radikale verringert wird. Mit anderen Worten: OPC schützt die Hautzellen, die Faserproteine, die kleinen Blutgefäße und die Fibroplasten. Und damit kommen wir zu einem weiteren Punkt…

 

OPC und die Wundheilung

 

OPC kümmert sich also segensreich um die Haut und auch um das Bindegewebe. Und OPC hält die Blutbahnen geschmeidig. Nimmt man beides zusammen, so wird schnell klar, dass auch die Wundheilung mit OPC unter einem guten Stern steht: Blutgefäße werden zu einer schnelleren Heilung animiert, das Bindegewebe kann – besser versorgt – schneller heilen. Übrigens soll OPC sozusagen nebenbei auch manche Bakterien unschädlich machen.

 

Wie wirkt OPC auf die Haare?

 

Was für Adern und Haut gilt, gilt auch fürs Haar: Laut japanischen Studien soll es durch OPC weich, glänzend, dichter und länger werden. Möglich wird das dadurch, dass OPC die Zellvermehrung der Haarfollikel antreibt. Auch wenn auf diesem Wege wohl kaum eine Glatze wieder behaart werden kann, gilt nach der erwähnten Studie OPC als Möglichkeit, den Haarwuchs zu fördern.

 

Wie schützt OPC vor Krebs?

 

Schöne Haut und schöne Haare sind das eine. Viel entscheidender ist die oben beschriebene Wirkung des Traubenkernextraktes auf die freien Radikale, wenn es darum geht, wildwuchernde Krebszellen zu verhindern und zu bekämpfen. Krebszellen sind zunächst einmal mutierte Zellen, die damit auf irgendeinen Mangel (ausgelöst durch freie Radikale) in ihrer Umgebung reagieren. Wird durch OPC eine gleichmäßige und solide Versorgung der Zellen sichergestellt, haben die Zellen keine Veranlassung, zu mutieren. Erste Studien zeigen, dass OPC das Tumorwachstum drosseln kann. Speziell bei Brust-, Magen-, Darm-, Prostata- und Lungenkrebszellen werden Erfolge vermerkt.

 

Traubenkernextrakt gegen Tumorwachstum und Krebszellen

 

In einer aktuellen Studie zeigen US-Forscher, dass Traubenkernextrakt Krebszellen absterben lässt, während die gesunden Zellen unbeeinträchtigt bleiben. „Es handelt sich um einen wirklich dramatischen Effekt”, zeigt sich Dr. Rajesh Agarwal vom „University of Colorado Cancer Center“ und Professor an der „Skaggs School of Pharmaceutical Sciences“ von den Ergebnissen der Tests an Zellkulturen und Mäusen fasziniert.

 

Wie wirkt OPC im menschlichen Gehirn?

 

OPC könnte – so vermuten es die Wissenschaftler – als „Anti-Rostmittel“ auch positiv im Gehirn und bei den Nerven wirken. Da es die „Blut-Hirn-Schranke“ passieren kann, kann es auch dort seine schützende und segensreiche Arbeit leisten. Es soll somit die Aufmerksamkeit verbessern, Aufmerksamkeitsstörungen (ADS) bekämpfen und das Demenz-Risiko senken.

 

Wie nehme ich OPC ein? Wie wirkt OPC?

 

OPC ist sowohl fett- als auch wasserlöslich. Es kann also als Antioxidans die gesamte Bandbreite der freien Radikale attackieren. Und es hat eine deutlich höhere Wirksamkeit als zum Beispiel die bekannten Vitamine E, C und A. Es wird über die Schleimhäute der Mundes und des Magens ins Blut aufgenommen. Und das rasend schnell: Nach nur 45 Minuten ist die volle Konzentration im Blut erreicht. Und es kommt damit auch in jedes Organ, jeden Körperteil und in jedes Gewebe. Drei Tage lang bleibt es dabei wirksam und nachweisbar.

 

Wie dosiere ich OPC?

 

OPC gibt es auf dem Markt in vielen Formen und Produkten. Und das in unterschiedlicher Qualität und Inhaltsmenge. Der Bedarf wird mit zwei bis drei Milligramm je Kilogramm Körpergewicht angeben. Für die individuelle Dosierung: Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker! Eine Überdosierung kann es so eigentlich nicht geben. Aber Achtung: In der Literatur wird mitunter von einer „Erstverschlechterung“ berichtet. Demnach kann es sein, dass der Körper auf den ungewohnten, aktiven Stoff mit Kopfschmerzen oder Durchfall reagiert. Das sollte sich aber in wenigen Tagen geben.

 

Und: Erst nach vier Wochen OPC-Einnahme soll ein fühlbares Ergebnis eintreten.

Studien zu OPC

1. Wang, X., Ouyang, Y. Y., Liu, J., & Zhao, G. (2014). Flavonoid intake and risk of CVD: a systematic review and meta-analysis of prospective cohort studies.

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2. Razavi, S. M., Gholamin, S., Eskandari, A., Mohsenian, N., Ghorbanihaghjo, A., Delazar, A., . . . Argani, H. (2013). Red grape seed extract improves lipid profiles and decreases oxidized low-density lipoprotein in patients with mild hyperlipidemia.

Zur Studie

3. Irandoost, P., Ebrahimi-Mameghani, M., & Pirouzpanah, S. (2013). Does grape seed oil improve inflammation and insulin resistance in overweight or obese women?

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4. Bagchi D, Sen CK, Ray SD, Das DK, Bagchi M, Preuss HG, Vinson JA. “Molecular mechanisms of cardioprotection by a novel grape seed proanthocyanidin extract”, Mutat Res. 2003 Feb-Mar

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